Die Vorteile einer Anerkennung

Professionelle E-Sportler*innen und Organisationen aus dem Bereich kämpfen um eine Anerkennung als Sportart, um die gleichen Vorteile wie traditionelle Sportarten nutzen zu können. Dazu zählen unter anderem die Gemeinnützigkeit von E-Sport Vereinen für steuerliche Vorteile, erleichterte Einreise für Athlet*innen und allem voran die Verfügbarkeit von öffentlichen Fördergeldern. Des Weiteren erhofft sich die Community durch die Anerkennung eine höhere soziale Akzeptanz in der Gesellschaft.

Was dafür spricht

E-Sport ist auf vielen Ebenen mit klassischem Sport vergleichbar. E-Sportler*innen müssen regelmäßig trainieren, volle Leistung erbringen, klicken bis zu 300 Mal pro Minute und müssen in ihrem Training auch körperliche und mentale Fähigkeiten trainieren. Hinter dem Handeln der Athlet*innen steckt permanent die Absicht, die bestmögliche Leistung zu erbringen.

Körperliche und Geistige Fitness im Einklang

Herausragende Hand- Augenkoordination, Konzentrations- und Teamfähigkeit sowie geistige und körperliche Fitness sind wichtige Skills, die E-Sportler*innen und klassische Sportler*innen permanent zu verbessern versuchen.

Was dagegen spricht

Im Gegensatz zum traditionellen Sport sind Disziplinen im E-Sport von den Herstellern und Publishern der einzelnen Spiele abhängig. 

Während zum Beispiel die Regeln für Sportarten wie Fuß- oder Basketball stets gleichbleiben, werden bei E-Sport-Disziplinen die Rahmenbedingungen der Spiele, durch regelmäßige Patches der Entwickler, laufend modifiziert. Klassische Sportarten werden unabhängig und ohne Urheberrecht ausgetragen, im E-Sport dagegen stehen monetäre Interessen der Produktentwickler im Hintergrund. Die meisten Akteure im Sportwesen lehnen die Anerkennung des E-Sports mit der Begründung ab, dass die körperliche Aktivität beim E-Sport nur eine untergeordnete Rolle spielt und die vorwiegend sitzende Lebensweise in unserer heutigen Gesellschaft noch verstärkt wird. Spiele mit gewaltvollen Inhalten werden nach wie vor von öffentlichen Institutionen, Regierungen, Sportakteuren und von der allgemeinen Öffentlichkeit als ethisch bedenklich eingestuft und  als Gegenargument für eine Einbindung des E-Sports in den traditionellen Sport angeführt.

Chancen für den traditionellen Sport

Eine Anbindung des E-Sports an bestehende Sportstrukturen kann auch für den traditionellen Sport Chancen bieten. Vor allem können neue Zielgruppen und Mitglieder für bestehende Sportvereine, beispielsweise durch Implementierung von E-Sport- Abteilungen, erschlossen werden.

E-Sport hat auch großes Potenzial Innovationen und neues Knowhow in die traditionelle Sportwelt zu übertragen, sowie mit zielgruppenspezifischer Eventorganisation, -inszenierung und -vermarktung Impulse zu setzen.

Es ist eine häufige Annahme, 

dass uns diese Hochleistungsinstrumente bei unserem Ziel, gut zu performen, unterstützen werden und uns möglicherweise sogar den einen oder anderen Vorteil gegenüber den KonkurrentInnen bringen.

Umso unverständlicher ist es, dass wir für den eigenen Körper und unseren Geist meist nur das Nötigste tun. Beispielsweise steht ein guter Gamingsessel bei vielen Gamer*innen nur sekundär auf der Wunschliste. Vielen fehlt das Wissen, was denn eigentlich einen guten Gamingsessel ausmacht und was dieser für unmittelbare Effekte auf den eigenen Wohlfühlfaktor hat, dabei verbringt man schließlich viele Stunden auf ihm.

Deine persönliche Hard- und Software ist entscheidend

Läuft in deinem Körper alles rund? Lenken dich Schmerzen oder andere Sorgen von deinem Hobby ab? Und wie sieht es eigentlich mit deiner Psyche aus?
Das sind entscheidende Fragen, wenn wir Top-Leistungen im Spiel erbringen wollen.

Idealerweise sollten wir auf unser Gehirn und unseren Körper genauso achten, wie wir für aktuelle Hard- und Software am Spielgerät sorgen. Wenn wir uns um unsere körperliche und psychische Gesundheit kümmern und unsere Ernährung ausgewogen halten, setzen wir die Grundvoraussetzung für Leistungsfähigkeit. Egal ob im Spiel, in der Schule oder im Beruf. Wie eng unsere körperliche und psychische Gesundheit miteinander verbunden ist, erkennen wir, wenn wir draußen einen Spaziergang machen, im Fitnessstudio trainieren oder mit Freunden etwas unternehmen.

Die Aktivität stimuliert unser Gehirn und so berichtet kaum jemand, dass er oder sie sich nach einem Spaziergang schlechter fühlt.

Natürlich kann es nach solch einer körperlichen Betätigung zu Ermüdungserscheinungen kommen, aber meistens tut sie uns auf vielen Ebenen einfach nur gut.

Darum finde heraus, was deine Psyche stärkt; ob Meditation, das Pflegen enger Beziehungen und Freundschaften oder das Ausüben deiner Hobbies. Kümmere dich um deinen Körper und mach Bewegung, die dir Spaß macht. Und zu guter Letzt: Achte auf deine Ernährung. Hast du Probleme in einem dieser Bereiche, hat dies oft Konsequenzen für einen anderen Bereich.

Körper und Psyche machen deine persönliche Hard- und Software aus. Pflege und halte sie in Schuss, um Topleistungen zu erzielen.

See you on the rift,
Stefan

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